Liebe Musikfreunde,
vom 7. bis 9. Februar 2026 verbrachte die Trachtenkapelle Alpenrose Waidegg ein intensives und zugleich inspirierendes Probenwochenende in der Carinthischen Musikakademie Stift Ossiach. Bereits zum zweiten Mal durften wir dieses besondere Fortbildungsmodul in dieser einzigartigen Umgebung erleben – ein Wochenende ganz im Zeichen der musikalischen Weiterentwicklung und Vorbereitung auf die bevorstehende Konzertwertung.
Ein Wochenende im Zeichen der Weiterentwicklung
Solche Probenphasen fernab des gewohnten Umfelds bieten die Möglichkeit, sich voll und ganz auf die Musik zu konzentrieren. Ohne Ablenkung konnte an Klang, Zusammenspiel, Intonation und Ausdruck gefeilt werden. Besonders im Hinblick auf die Konzertwertung ist diese intensive Arbeit ein entscheidender Baustein, um als Orchester weiter zu wachsen und sich musikalisch auf ein neues Niveau zu entwickeln.
Die CMA Ossiach bot dafür einmal mehr den idealen Rahmen: hervorragende Proberäume, eine inspirierende Atmosphäre und die Möglichkeit, sich als Klangkörper über mehrere Tage hinweg gezielt weiterzuentwickeln.
Zusammenarbeit mit Pieter Jansen
Ein besonderes Highlight war erneut die Zusammenarbeit mit dem niederländischen Dirigenten Pieter Jansen, der mit seiner Erfahrung und seinem feinen musikalischen Gespür wertvolle Impulse setzen konnte. Mit viel Ruhe, Präzision und musikalischer Klarheit arbeitete er mit uns an Details, die den entscheidenden Unterschied ausmachen.
Unterstützt wurde die Probenarbeit durch Martin Rauter, Christian Wastian sowie Hannes Oberwandling, die in den Registerproben wichtige Grundlagen erarbeiteten und gezielt an den einzelnen Stimmgruppen feilten.
Die Werke – Klangbilder zwischen Emotion und Fantasie
Im Mittelpunkt standen drei Werke, die unterschiedlicher kaum sein könnten und gleichzeitig die ganze Bandbreite moderner Blasorchesterliteratur widerspiegeln:
Mit „Lux Aeterna“ von Otto M. Schwarz widmeten wir uns einem sehr emotionalen Werk. Inspiriert von persönlichen Erfahrungen des Komponisten bewegt sich die Musik zwischen Trauer, Hoffnung und innerer Ruhe. Charakteristisch ist der Wechsel zwischen dunklen Klangfarben und lichtdurchfluteten Momenten, der schließlich in einem versöhnlichen, warmen Schluss endet.
Ganz andere Klangwelten eröffnet „Odilia“ von Jacob de Haan. Das Werk ist eine lebendige, farbenreiche Hommage an ein französisches Dorf und verbindet mittelalterliche Tanzmotive mit lyrischen Passagen und einer überraschenden, fast gospelartigen Schlusswirkung. Technisch fordernd und musikalisch vielseitig stellt es hohe Anforderungen an das gesamte Orchester.
Als Pflichtstück für die Konzertwertung stand „A Fairy Tale“ von Ferrer Ferran im Zentrum der Arbeit. Dieses Werk entführt in eine märchenhafte Welt voller Fantasie und Leichtigkeit. Feen als mystische Wesen zwischen Realität und Traum werden musikalisch zum Leben erweckt – ein Stück, das durch seine Klarheit, seinen Charakterwechsel und seine Ausdruckskraft besonders überzeugt.
Während des Probenwochenendes der Trachtenkapelle Alpenrose Waidegg wurden die Registerproben von drei erfahrenen Musikern geleitet und von Michaela Posautz und Pieter Jansen besucht:
Christian Wastian, Kapellmeister der Trachtenkapelle Finkenstein-Faakersee, führte die Holzbläserproben durch. Seine Expertise und Leidenschaft für die Holzbläsermusik, selbst ist er Klarinettist, halfen den Musikern, sowohl technisch als auch ausdrucksstark zu wachsen.
Martin Rauter, Bezirkskapellmeister (Hermagor), Landeskapellmeister Stellvertreter und Kapellmeister der Gitschtaler Trachtenkapelle Weißbriach, leitete die Blechbläserproben. Bekannt für seine Kenntnisse im Blechbläserbereich, brachte er ein hohes Maß an Fachwissen und musikalischem Feingefühl in die Proben ein.
Hannes Oberwandling, ein versierter Schlagwerker in allen Rhytmischen Berreichen, war für die Schlagwerkproben verantwortlich. Seine Expertise, komplexe Rhythmen klar zu vermitteln, war für unsere letzte Reihe von unschätzbarem Wert.
Mehr als nur Proben
Neben der intensiven musikalischen Arbeit kam auch das Miteinander nicht zu kurz. Gemeinsame Pausen, Gespräche und der Austausch abseits der Proben stärkten einmal mehr das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Kapelle – ein wesentlicher Bestandteil unseres Vereinslebens.
Ausblick
Mit vielen neuen Eindrücken, wertvollen Rückmeldungen und einem gestärkten Zusammenhalt blicken wir nun motiviert auf die kommenden Herausforderungen – insbesondere auf die Konzertwertung, bei der wir unseren aktuellen Leistungsstand präsentieren dürfen.
Ein herzliches Dankeschön gilt dem Kärntner Blasmusikverband für die Organisation dieses Fortbildungsmoduls, allen Referenten sowie insbesondere Pieter Jansen für die inspirierende Zusammenarbeit.